Roßwälden

 

 

                                                   

 

„Dieser Stein sey zum ewigen Andenken des besten Landes- Vatters Carls, Herzogs zu Würtemberg, der hier zwischen der Endersbacher und Strümpfelbacher Gemeinde Waldstrittigkeiten glücklich beylegte.

d. 7. Juni 1793“.

Diese Inschrift befindet sich auf dem Karlstein, dem Ziel unserer Novemberwanderung. Der Karlstein ist ein Gedenkstein in den Weinbergen in der Nähe von Endersbach und Strümpfelbach (beide Ortsteile von Weinstadt östlich von Stuttgart). Bei ihm befindet sich ein Aussichtspunkt auf etwa 430 m über NN, der einen weiten Blick ins Remstal und bis nach Stuttgart bietet. Zuvor wandern wir jedoch durch den wunderbaren Wald, steigen in diesem die große Holztreppe hinauf und dann geht´s vorbei an dem Hofgut Burg, durch die Weinberge, um vom Dach des „Schützenhäusle“ den einzigartigen Rundumblick ins Remstal zu genießen. Dann, wie gesagt, der Aufstieg zum Karlstein. Auf schönen Waldwegen wandern wir dann zurück zum Parkplatz. Zur Einkehr sind wir im „Ochsen“ in Aichelberg angemeldet.

 

Treffpunkt: Mittwoch 11. November, 13.30 Uhr, Waaghäusle

 

Nachlese Karlstein

Der „goldene Oktober“ ist ja hinreichend bekannt. Bei unserer Wanderung zum Karlstein haben wir aber einen „goldenen Novembertag“ erwischt! So war es auch kein Wunder, dass sich 40(!) Wanderer am Waaghäusle einfanden und keiner wurde enttäuscht, denn sowohl die Wanderung selbst als auch die Einkehr haben alle Erwartungen erfüllt. Mit einem einzigen Satz können wir diesen Nachmittag beschreiben: Es war wunderschön!

 

 

 

 

 

                                          

Der Sommer gibt Korn,

der Herbst gibt Wein;

der Winter verzehrt,

was beide beschert.

Die für Oktober vorgesehene Weinbergwanderung auf dem Rössleweg in Stuttgart müssen wir leider aus organisatorischen Gründen verschieben! Ganz ohne Weinberg bei unserer Herbstwanderung? Nein, wenigstens ein einziger Wengert, das muss schon sein! In welcher nahegelegenen Stadt gibt es lediglich einen Weinberg? In Plochingen! In der „Nothalde“, dem westlichsten Zipfel an der Grenze zu Altbach und Deizisau, wird seit 1984 durch den „Verein zur Förderung des historischen Weinbaus in Plochingen e.V.“ wieder Wein angebaut. Unter Anleitung des Esslinger Weingärtners Achim Jahn werden von den Mitgliedern im Weinberg jährlich ca. 800 ehrenamtliche Helferstunden geleistet. Kellermeister Adolf Bayer aus Rüdern baut den Wein dann jeweils sortenrein aus.

Wir parken am Sportgelände auf dem Pfostenberg, wandern dann bergab und auch steil bergauf, haben unterwegs auch noch eine Überraschung(!!!) eingeplant und freuen uns auf eine schöne herbstliche Wanderung.  Gemütliche Einkehr ist dann in der Vereinsgaststätte „Zum Pfostenberg“ des FW 1911 Plochingen.

Treffpunkt: Mittwoch 14. Oktober, 13.30 Uhr Waaghäusle

 

Nachlese Plochingen

Plochinger „Hansen-Wein“, etwas ganz besonderes! Die Roßwälder Wanderfreunde durften ihn probieren bei ihrer Wanderung vom Pfostenberg durch den herbstlichen Wald, vorbei am einzigen Plochinger Weinberg, hinauf an den Waldrand auf Altbacher Gemarkung. Dort wartete die angekündigte Überraschung. Schon von weitem hörten die Wanderer Akkordeonmusik und die Gläser mit dem Plochinger Veltliner waren schon eingeschenkt! „Käsfüaßla“ von Karin und „Hörnla“ von Erika durften natürlich auch nicht fehlen. Danach gings frohgelaunt weiter Richtung Vereinsgaststätte Pfostenberg. Trotz „minimalster“ Speisekarte war die Stimmung gut und alle freuen sich schon auf die nächste Wanderung!

 

Näheres zum „Hansen-Wein“

Bereits im 8. Jahrhundert wurde in Plochingen Wein angebaut. Bis in das 19. Jahrhundert betrug die Rebfläche rund 90 ha. Doch mit der Industrialisierung der Region wurde der gewerbliche Weinanbau 1929 eingestellt. Doch seit 1984 bewirtschaftet der Historische Weinbauverein Plochingen wieder einen Weinberg.

Die erste Weinlese erfolgte 1986. In der Weinlage Plochinger Hansen werden heute auf 1 Hektar Trollinger, Dornfelder, Kerner, Riesling und Veltliner angebaut. Der Veltliner hat hier eine lange Tradition. Er ist der ursprüngliche Hansenwein, welcher hier im 17. Jahrhundert angebaut wurde. Durch einen konsequenten Qualitätsrückschnitt werden nur 7.000 Liter pro Jahr produziert.

Gemäß einer europäischen Verordnung darf der Grüne Veltliner nur noch in Österreich kultiviert werden. Der heutige Weinanbau in Plochingen wurde mit einer Ausnahmegenehmigung gestattet. Der gewonnene Wein darf nicht in den öffentlichen Handel gelangen. So können ihn nur Vereinsmitglieder erwerben. Aber es besteht die Möglichkeit den Wein zu probieren. So ist er ein fester Bestandteil bei Veranstaltungen in Plochingen. Hier besteht regelmäßig die Möglichkeit zu einer Weinprobe.

Der Reinerlös aus den Weinverkäufen und Mitgliedsbeiträgen geht an die Franz-Öchsle-Stiftung. Sie unterstützt mit diesem Geld soziale Einrichtungen, sowie die Altenhilfe und bedürftige Plochinger Bürger.

PS: Früher hießen viele Weingärtner in Plochingen Hans mit Vornamen. Die Weinhändler unter sich sagten daher: „Ich geh zu den Hansen“; jeder wusste, sie meinen Plochingen und so entstand der Name „Hansen-Wein!“

 

 

 

 

 

                                                              

Mit einer Markungsfläche von 482 ha zählt Eschenbach zwar zu den kleinsten Gemeinden im Landkreis Göppingen, durch seine idyllische Lage hat sich der Ort jedoch zu einer beliebten Wohngemeinde entwickelt. Die erste urkundliche Erwähnung bezieht sich nicht auf den Ort, sondern auf die Kirche auf dem Lotenberg. Im Jahr 1228 wird in einer Urkunde des Klosters St. Gallen ein Pfarrer, und damit eine Kirche, auf dem Lotenberg erwähnt. Diese Wallfahrtskirche wurde 1814 wegen Baufälligkeit abgebrochen. Die Häusergruppe auf dem Lotenberg vermittelt noch heute das Bild einer Burgbebauung. Hier stand im 13. Jahrhundert die Burg Lotenberg, die aber schon bald darauf verfallen ist. Ein Rest des Burghügels und eines Walls sind ihre geringen Spuren.

Wir parken an der bewirtschafteten Albvereinshütte, in der wir nach der Tour auch einkehren, überwinden dann zunächst ganz, ganz langsam ca. 200 Höhenmeter, wandern dann durch den schönen Eschenbacher Wald auf guten Wegen, ganz ohne weitere Steigung. Beim Verlassen des Waldes haben wir eine sagenhafte Aussicht ins Albvorland und auf den kleinen Weiler Lotenberg. Von nun an geht’s nur noch bergab!

 

Treffpunkt: Mittwoch, 9. September, 13.30 Uhr, Waaghäusle

 

Nachlese Eschenbach

Allerbestes Wanderwetter! 33 Wanderfreunde starteten am Albvereinshaus „Eschenbacher Hütte“ und wanderten steil hinauf in den Wald, durchquerten diesen und das eine oder andere „oh wie schön“! konnte man hören, als der Wald endete und die Sicht frei wurde auf das wunderschöne Albvorland. Weit, weit reichte der Blick in unser wunderbares Ländle! Der kleine Flecken Lotenberg wurde durchquert, begleitetet vom Muhen zahlreicher Kühe auf der Weide, vom Bellen der Hunde, die offensichtlich nicht gewohnt sind, dass so viele Wanderer ihre idyllische Ruhe stören.

Bei der Einkehr in der „Eschenbacher Hütte“ war es zwar etwas eng, man musste jedoch schon einen gewaltigen Hunger mitbringen, wenn man die „kleinen“ Portionen schaffen wollte! Aber guat wars!

 

 

Tagesausflug nach Messkirch und ins Donautal

 

Am Mittwoch, 2. September fahren wir mit dem Bus ins Donautal!

Der Naturpark Obere Donau ist eine der schönsten und beeindruckendsten Landschaften Süddeutschlands. Darüber hinaus gehört er zu den artenreichsten Gebieten Deutschlands. Zusammen mit dem ab 1077 errichteten Kloster Beuron auf jeden Fall eine Reise wert.

Der Höhepunkt unseres Ausfluges wird aber der „Campus Gally“ in Messkirch sein. Der Campus Gally ist ein Bauvorhaben zur Nachbildung eines frühmittelalterlichen Klosters auf der Grundlage des St. Gallener Klosterplans aus dem frühen 9. Jahrhundert. Da nur mit den damaligen Mitteln und Möglichkeiten gebaut wird, sind 40 Jahre bis zur Fertigstellung veranschlagt. Zur Zeit entsteht u.a. eine Stabkirche aus Holz. Wir dürfen bei einer Führung die „Bauherren“ bei der Arbeit beobachten.

Auf der Hinfahrt gibt’s frische Bäckerhausbrezeln und ein Gläsle Sekt bei einem Zwischenstopp.

Auf dem Marktplatz des Campus können wir zusehen, wie unsere kleine Mahlzeit (Wurst im Brotteig oder ähnliches) im alten Backofen zubereitet wird, auch Getränke kann man hier kaufen.

Einen letzten Blick von oben auf Kloster Beuron können wir noch vom Knopfmacherfelsen genießen; hier machen wir eine Kaffeepause im gleichnamigen Restaurant mit großer Terrasse.

Unsere Schlusseinkehr findet in  historischen Räumlichkeiten statt! Wir kehren ein im idyllischen Schwärzlocher Hof am Rande von Tübingen, einem seit 1820 bestehenden Hofgut mit riesigem Biergarten und 4 Gasträumen, darunter das Prunkstück, die „Kapelle“. Dieser einzigartige Raum ist der Chor mit Apsis einer ehemaligen romanischen Kirche, die 1085 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde.   

 

Termin:                           Mittwoch, 2. September                                                           

Abfahrt mit dem Bus

am Waaghäusle:             8.00 Uhr, Rückkehr ca. 20.00 Uhr

Kosten:                            ca. 40,00 € (Fahrt, Eintritt/Führung Campus Gally)

 

Nachlese Tagesausflug

 

Tagesausflug zum Campus Galli in Meßkirch und ins schöne Donautal

 

Auf eine einzigartige Zeitreise ins Mittelalter ließen sich 37 Roßwälder Wanderfreunde auf dem „Campus Galli“ ein. Seit vielen Jahrhunderten schlummert der weltberühmte Klosterplan im Archiv der Stiftsbibliothek in St. Gallen. In einem Waldstück bei Meßkirch entsteht nun Tag für Tag mit den Mitteln des 9. Jahrhunderts ein Stück Mittelalter. Mehrere Jahrzehnte soll es dauern, bis alle Gebäude fertig sind.  

Bei einer Führung konnten wir den Handwerkern über die Schultern schauen. In zahlreichen Werkstätten entlang des Rundwegs wird der Baustelle zugearbeitet, es wird Werkzeug hergestellt, Kleidung genäht, Wolle gesponnen und vieles mehr. Schreiner, Korbflechter, Drechsler, Seiler, Schmied, Besenmacher, Schindelmacher, Steinmetze und viele andere sind mit den Mitteln von damals am Schaffen! Es war sehr interessant und vielleicht können wir uns  in einigen Jahren von  dem Baufortschritt überzeugen!?

Durch das herrliche Donautal mit seinen imposanten Felsen rechts und links der Donau ging die Fahrt nun in Richtung Beuron. Hier besichtigten wir die beeindruckende barocke Kloster- und Wallfahrtskirche mit wertvollen Deckengemälden, ebenso die Gnadenkapelle mit den Ausmalungen im Beuroner Stil.

Nun war es aber Zeit für eine Kaffeepause und wo kann man sich das schöner vorstellen, als auf dem bekannten „Knopfmacherfels“? Nochmal schnell ein Blick von diesem in das wunderhübsche Donautal und auf das imposante Kloster und dann rein in das „Berghaus Knopfmacher“, um Hunger und Durst zu stillen und natürlich zum Genießen!

Anschließend stellte sich die Frage an den Busfahrer: Darf´s auf der Heimfahrt noch ein kleiner Umweg sein? Die 2007 erbaute Kapelle „Maria – Mutter Europas“ in Gnadenweiler ist unbedingt ein Besuch wert. Nicht nur die christliche Seite, auch die Architektur ist sehr interessant. Das Gebäude versinnbildlicht die Arche Noah, das kupferne Regenbogendach wird von zwölf Balken getragen, die auf die Zwölf Apostel hinweisen sollen. Der Turm trägt statt einer Spitze eine Hand im Segensgestus.

Magdalene wusste mehr und alle lauschten gespannt ihren Ausführungen.

Nun ist´s aber höchste Zeit in Richtung Heimat zu fahren; in Tübingen im „Schwärzlocher Hof“ wurde nämlich schon unser Abendessen vorbereitet und dann auch entsprechend flugs serviert.

Müde, zufrieden und voller neuer Eindrücke brachte uns der Bus dann heim nach Roßwälden. 

 

 

 

 

     

                                                

Entspannend spannend der Albtrauf

Die „Bassgeige“ nennt man die Albhochfläche zwischen dem Lenninger Tal und dem Ermstal. Viel bekannter als die Bassgeige selbst sind aber die beiden Eckpfeiler im Osten und Westen, der Brucker Fels und der Beurener Fels. Unser Ausgangspunkt ist der Parkplatz „Bassgeige“ in Erkenbrechtsweiler und, sobald wir den Wald erreicht haben, sind wir immer auf schattigen Waldwegen mit herrlichen Ausblicken unterwegs. Welche Aussicht ist nun die Schönste? Vom Beurener Fels? Vom Brucker Fels? Schwer zu sagen! Auf dem Rückweg können wir auch noch die eindrucksvollen Reste einer Befestigungsanlage mit Toranlage aus keltischer Zeit bestaunen, bevor wir uns im Landgasthof „Alte Steige“ in Erkenbrechtsweiler mit Speis und Trank stärken.

 

Treffpunkt: Mittwoch, 12. August, 13.30 Uhr, Waaghäusle

 

Nachlese

Trotz brütender Hitze machten sich 26 Roßwälder Wanderfreunde auf den Weg vom Beurener Fels zum Brucker Fels. Nachdem wir erst einmal den sonnigen Teil des Weges hinter uns gelassen hatten, wanderten wir mit leichtem auf und ab durch herrlichen, schattigen Buchenwald. Immer wieder konnten wir imposante Ausblicke genießen und manche konnten nicht genug bekommen und hielten es recht lange auf den Aussichtsfelsen aus.  

Ein kühles Bier, ein kühles Radler, oder auch nur ein kühles Mineralwasser schmeckte dann im Landgasthof „Alte Steige“ in Erkenbrechtsweiler besonders gut und auch das Essen ließen sich alle munden.