Roßwälden

 

Pliensbach heißt unser Wanderziel im Februar.

Als Wahrzeichen von Pliensbach kann man den Glockenturm bezeichnen, der nach einem Traktorunfall 1975 abgerissen werden musste. Zwar finden manche das Nachfolgermodell nicht mehr so schön, aber trotzdem ist er für die Pliensbacher ein Stück Heimat, hatten sie doch nach dem Abbruch der Kapelle Anfang der 20er Jahre für den Glockenturm hart gekämpft. Noch heute begleitet der helle Klang des Glöckleins, das alle modernen technischen Revolutionen überstanden hat, die Dorfbewohner täglich um 9.30 Uhr und sonntags um 11 Uhr. Aber auch wenn jemand von den Alteingesessenen stirbt und abgeholt wird, schlägt die Stunde.

Das zweite Symbol für den Charme des Fleckens ist das Traditionsgasthaus "Sonne", seit 1747 im Familienbesitz und seit Januar 2011 nunmehr in sechster Generation von Elke und Gerhard Schrade geführt. Dort werden wir´s uns mit einem zünftigen „Sonnen-Vesper“ gut gehen lassen.                                                                                                  Durch den Ort plätschert der Pliensbach, der übrigens in Hattenhofen Butzbach und in Bad Boll Teufelsklingenbach heißt, und in dessen Dunstkreis vor Jahren eine reich versteinerte Fauna entdeckt wurde. Die Umgebung von Pliensbach ist als Fundgebiet für Fossilien seit frühesten Zeiten bekannt. Pliensbach ist namensgebend für eine Unterschicht des Lias, dem sogenannten Pliensbachium. Fossilienfunde aus dem Schwarzjura können im Urwelt-museum in Holzmaden besichtigt werden. Die Gemeinde ist Teil des 1979 gebildeten Grabungsschutzgebiets Holzmaden.

Treffpunkt, Mittwoch 13. Februar, 13.30 Uhr, Waaghäusle